Rechenschaftsbericht Stellvertretender Vorsitzender zum KPT12.01 des KV Jena

Mein 3. Rechenschaftsbericht im Vorstand des KV Jena – Tätigkeiten vom 27. Februar 2011 bis 18. Februar 2012

Es ist wie immer schwierig innerhalb des Piraten-Engagements zwischen Dingen zu unterscheiden, die man in seiner Funktion als Vorstand, als Basispirat oder als Privatmensch tut. Viele der hier aufgeführten Punkte gehen vermutlich deutlich über das hinaus, was ich im Rahmen meiner Vorstandstätigkeit getan habe und hätten nicht unbedingt mit aufgeführt werden müssen. Man möge mir vergeben, dass ich es mir einfach gemacht und trotzdem alles aufgeführt habe.

= KV-INTERNES =

Vorstandssitzungen

  • 21 Vorstandssitzungen in der Amtsperiode
  • 2x Versammlungsleiter
  • 3x Protokollant
  • 19x anwesend am 09.03.2011, 24.03.2011, 05.04.2011, 02.05.2011, 24.05.2011, 07.06.2011, 21.06.2011, 05.07.2011, 02.08.2011, 16.08.2011, 23.08.2011, 14.09.2011, 27.09.2011, 13.10.2011, 01.11.2011, 24.11.2011, 06.12.2011, 26.01.2012, 07.02.2012
  • 2x am 21.07.2011 und 10.01.2012 entschuldigt nicht teilgenommen

Arbeitstreffen

  • Teilnahme an dem Jenaer Kommunalpolitikplenum 2011.1
  • Thematische Vorbereitung und Teilnahme an der Jenaer Vorstandsklausur 2012.2

Stammtisch KV Jena

  • Oft anwesend, manchmal Leitung
  • Orga Piratengrillen am 05.08.2011

Teilnahme an Infoständen des Kreisverbandes Jena

  • 1. Mai 2011 am Johannistor
  • 17. August 2011 in Lobeda

Anträge

  • Antrag als KV-Vorstand an den LV Thüringen für Beitritt zum Aktionsbündnis Mehr Demokratie e.V. (erfolgreich =o) )

Sonstiges

  • Mitorganisation & Teilnahme am Herbstempfang 2011 (Organisation des Biers, der Musik & der folgenden Spende an die genutzten CC-Künstler, sowie des Webseitenartikels zur Spende)
  • Verfassen der Jahreszusammenfassung des KV Jena für die Webseite

= KV-EXTERNES =

Mitgliederversammlungen

  • Teilnahme an den Bundesparteitagen 2011.1 und 2011.2
  • Wahlleiter des Thüringer Landesparteitages 2011.1
  • Teilnahme am Thüringer Landesparteitag 2011.2
  • Teilnahme an dem Thüringer Landesplenum 2011.1
  • Wahlleiter des Erfurter Kreisparteitages 2011.1
  • Wahlhelfer auf der Gründungsversammlung des KV Altenburger Land

Unterstützung der Piraten HSG Jena

  • Fast monatliche Durchführung eines OpenHörsaal zu Themen wie Zensus, Guttenplag, Revolutionen im Orient, Hackspace & CC-Filmen
  • Standpräsenz auf dem Markt der Möglichkeiten der FSU
  • Regelmäßige Hochschulgruppentreffen in der Quergasse
  • Planung & Durchführung der 2. Piraten Semesteranfangsparty im Theatercafé
  • Orga eines HSG-Auftritts als Redner und Diskutierende auf dem Institutstag der Soziologie zum Panel “Krise und Zukunft der Demokratie” (+ eigene Teilnahme)

Aufbauhilfe für die Greizer Piraten

  • Koordination von Treffen, Webseite, Wiki, Mailingliste, lokalem Inventar, 1. Presseartikel in OTZ
  • Liederbuchverteilung im Kreis (noch unvollständig)

Aktionen

  • Unterstützung der ACTA-Demo am 11.02.2012 in Erfurt als Ordner

= THEMATISCHES =

Thematisches Engagement

  • Internetsperren-Koordinator auf Thüringenebene (mehrere Statusupdates zur Entwicklung bei Censilia an die Thüringer Mailingliste, Schreiben des Artikels zum Welttag der Internetzensur für die Bundesseite)

“Krieg ist doof” – Ein Rant

Die Piraten sind angetreten eine Partei der Vernunft, der Menschen- und Bürgerrechte und der wohlüberlegten Programmatik zu sein. Wie oft habe ich in den letzten Jahren Menschen an unseren Ständen erklärt, dass wir noch nicht zu allem eine Meinung haben, weil wir uns erst Expertise aufbauen müssen. Dass wir es den Etablierten nicht nachmachen wollen, die – wie in der Netzpolitik – oft schlecht informierte Vorurteile, populäre Plattitüden oder Lobbytexte zur Programmatik machen. Nein, die Piraten sind anders. Wir setzen uns mit der Meinung der Bürger auseinander, aber wollen ein Thema auch wirklich verstanden haben, bevor wir uns positionieren. Das dauert manchmal länger als einem lieb ist, aber das ist nunmal der Preis von gründlicher, guter Arbeit. Wir sind allergisch gegen undifferenzierte Dogmen. Die Grünen können ja daran glauben, dass die Genetik grundlegend böse ist. Die CDU kann ja der Meinung sein, dass man die Freiheit eines Volkes nur verteidigen kann, wenn staatliche Ordnungskräfte jeden unserer Schritte überwachen. Die FDP kann ja behaupten, dass der freie Markt dazu fähig ist, stets alle Probleme zu lösen, auch wenn er sie selbst geschaffen hat. Die Piraten aber, die trauen sich auch eine Position zu vertreten, die sich nur schwer in eine Bild-Schlagzeile pressen lässt. Dass ein Mensch als unschuldig gilt bis das Gegenteil bewiesen ist, egal wie die öffentliche Meinung sich gerade dreht, beispielsweise. Vielleicht auch eine sperrige Position, die das Für und das Wider enthält, die sich auf Fakten bezieht und die Emotionen wie Angst und Mißtrauen zwar zwangsläufig berücksichtigt, aber nicht zum Leitmotiv des Handelns erhebt. Etwas Verwegenes, aber sachlich Richtiges wie die Abschaffung des Inzestparagraphen beispielsweise – eine Position, für die man sich von fast jeder Person erstmal 10 Minuten lang beschimpfen lassen muss, bevor man es geschafft hat annähernd zu vermitteln, warum es sinnvoll ist, obwohl es schockiert. Diesen Anspruch mag ich und er ist ein zentraler Punkt, wenn ich versuche Menschen nahezubringen, warum ich die Piraten voll unterstütze.

All das muss ich vorwegnehmen, damit ich vermitteln kann, wie sehr mich die Art und Weise enttäuscht, wie die Piraten Thüringen bei ihren beiden Landesparteitagen 2011 mit dem Thema Militär und Verteidigungspolitik umgegangen sind.
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